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Die Gymnasien im Ellental werden im Rahmen des Projekts „Erinnern und Gedenken in Freudental“ eine nachhaltige Kooperation mit dem Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental eingehen. Dazu wurde Ende März 2015 eine Kooperation zwischen der Schulleitung und dem PKC in der Bibliothek der Gymnasien im Ellental unterzeichnet. Davor hatten die Gesamtlehrerkonferenzen und die Schulkonferenzen (Haus 1 und 2) dem Vorhaben zugestimmt.

„Wir halten eine solche Kooperation für sehr wichtig und sinnvoll, da wir unsere Schüler verstärkt für die Vergangenheit sensibilisieren wollen“, sagte Oberstudiendirektor Lutz Kretschmer bei der Unterzeichnung. Barbara Schüßler als Leiterin „Pädagogik & Kultur“ des PKC Freudental dankte den Gymnasien im Ellental für die Bereitschaft zur Kooperation. „Dadurch soll bei den Schülern und in der Bevölkerung nachhaltig kommuniziert werden, dass der NS-Terror nicht nur weit entfernt war, sondern ebenso in der direkten Nachbarschaft stattfand“, sagte Barbara Schüßler.

Unter Federführung der Abteilung „Gesellschaftswissenschaften“ der Gymnasien im Ellental wird diese Kooperation ab dem Frühjahr 2015 beginnen und folgende Klassen/Schülergruppen umfassen:

  • Klassenstufe 9 (Geschichte);
  • Klassenstufe 10 (Religion/Geschichte);
  • Jahrgangsstufe 1/2 (Seminarkurs „Erinnerung im Landkreis Ludwigsburg/in der Region Stuttgart“, Neigungskurse Geschichte, zweistündige Geschichtskurse);
  • Weitere Kooperationsangebote ab der 9. Klasse in den geisteswissenschaftlichen Fächern (Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde, Religion, Ethik) möglich;
  • Studienfahrten, Gedenkstättenpädagogische Exkursionen.

Neben dem Unterricht soll es nach Mitteilung von Studiendirektor Dr. Christian Jung unter anderem eintägige Workshops zur Erinnerungsarbeit in Freudental (ab Klasse 9) geben. In der 10. Klasse ist in den Fächern Religion, Ethik/Geschichte eine eintägige Exkursion in das KZ Vaihingen bzw. eine andere Gedenkstätte in der Region Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem PKC Freudental geplant. In der Jahrgangsstufe ist zudem ein Seminarkurs „Erinnerung im Landkreis Ludwigsburg/in der Region Stuttgart“ in Zusammenarbeit mit dem PKC unter dem Arbeitstitel „Zukunft der Vergangenheit“ geplant, der an den erfolgreichen Seminarkurs zur Stadtgeschichte (Schuljahr 2013/2014) anknüpfen soll. Dabei sollen Themen wie „Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Holocaust, Zwangsarbeit, Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen in der Region“ thematisiert werden.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 1 wählen sich eigenständig ein Thema, recherchieren nach einer sechsmonatigen Einführungsarbeit in geschichtliche Zusammenhänge und das wissenschaftliche Arbeiten ihre Themen und verfassen wie an der Universität eine Seminararbeit, die am Ende des Schuljahres wie in der mündlichen Abiturprüfung präsentiert und verteidigt wird. Mit der Seminarkursnote kann dann das 5. Prüfungsfach im Abitur ersetzt werden. Bei der Schulungsarbeit wird es eine enge Kooperation mit dem Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental (Workshop, Seminarkurswochenende, Organisation einer gedenkstättenpädagogischen Studienfahrt in den Faschingsferien 2016) geben, in die auch der Geschichtsverein Bietigheim-Bissingen eingebunden werden soll. Am Ende des Projekts ist dann auch ein weiteres Buch geplant.

Weitere Kooperationsangebote ab der 9. Klasse in den geisteswissenschaftlichen Fächern (Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde, Religion, Ethik) sollen nach Absprache zum Beispiel durch themenorientierte Workshops genauso möglich sein wie die Organisation und Durchführung von Studienfahrten und gedenkstättenpädagogischen Exkursionen.

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