Einen großen Beitrag bei der städtischen Feier zum Volkstrauertag auf dem Bietigheimer Friedhof leisteten Mitte November 2012 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses der Kursstufe 2 und der 9. Klasse (Journalismus-AG) der Gymnasien im Ellental. Vor der Rede von Oberbürgermeister Jürgen Kessing wurden nach verschiedenen Musikbeiträgen nachdenkliche Gedichte von Berthold Brecht, Rose Ausländer, Friedrich Schorlemmer und Thomas Kreuzer vorgetragen, die sich gegen jede Form von Krieg, Verständigung und für ein friedliches Miteinander einsetzten.

Die Schülerin Elisa Lehmann (Klasse 9) trug mit „Helden“ sogar ein selbst verfasstes Gedicht vor, in welchem sie auf die Millionen von gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs aufmerksam machte. Clara Schneider und Nina Synowczyk (Klasse 9) betonten in einer kurzen Ansprache, dass in Deutschland „seit dem Zweiten Weltkrieg die längste Friedensperiode“ bestehe, „die es in Deutschland jemals gab. Wir alle können uns sehr glücklich schätzen, in Frieden zu leben und hoffen, dass sich dies niemals ändern wird. Deshalb ehren wir die Toten, die uns indirekt ein besseres Leben ermöglicht haben, weil erst durch ihren Tod sichtbar wurde, wie unnötig Kriege und wie wichtig der Frieden ist.“

Dazu gehören für die Gymnasiastinnen neben allen Soldaten der Weltkriege auch die zivilen Opfer, die Opfer des Nationalsozialismus. „Auch gedenken wir in unserer Region den Zwangsarbeitern und dem Schicksal der Heimatvertriebenen, von denen viele hier ein neues Zuhause aufbauen konnten“, sagten die Schülerinnen. „Unsere Botschaft ist, dass jeder zum Frieden beitragen kann. Nur wenn alle Menschen sich gegenseitig respektieren, kann es eine Welt ohne Krieg geben und Frieden kann auf der ganzen Welt herrschen. Wir hoffen, dass der Frieden noch lange anhalten wird und dass irgendwann einmal auf der ganzen Welt Frieden herrschen wird.“

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