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Ein Film der Media-AG stimmte auf das Thema ein und gab Aufschluss darüber, was Schüler unterschiedlicher Klassenstufen mit dem Begriff „Gerechtigkeit“ assoziieren: „Gleichbehandlung – egal welche Hautfarbe oder Geschlecht man hat“ - „Gleiche Chancen für alle“ – „Andere so tolerieren, wie sie sind“ – „In der Schule soll niemand bevorzugt werden“. Die Theater-AG setzte sich in einer filmischen Collage mit dem Begriff „Courage“ auseinander und leitete somit zum ersten Höhepunkt der rund einstündigen Veranstaltung über: die Verleihung des Siegels „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ durch Lore Bernecker-Boley, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes aufgrund ihres jahrzehntelangen, ehrenamtlichen Engagements im ökumenischen Freundeskreis Asyl Bietigheim-Bissingen. „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ist ein Projekt, bei dem Schüler und Lehrer eine Selbstverpflichtung unterschreiben, sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen. In ihrer bewegenden, durch persönliche Erlebnisse geprägten Rede, in der sie einen Bogen vom durch Rassismus geprägten Nationalsozialismus hin zur aktuellen Flüchtlingsdiskussion und –situation schlug, betonte sie vor allem, dass es, obwohl es keine menschlichen Rassen gebe, Rassismus gebe. Ihre Rede endete mit dem Appel stets couragiert zu handeln.

Und schon stand der nächste Höhepunkt auf dem Programm, anmoderiert durch Charlotte Kayser und Simon Sagur. Bei dem Großprojekt „Schule als Staat“ verwandelten sich die Ellentalgymnasien im Juli 2017 in den eigenständigen Staat Ellentopia. Der nur drei Tage währende Staat konnte die stattliche Summe von 6635,27 € erwirtschaften, die nun an vier gemeinnützige Organisationen gespendet wurde. Michael Friedmann von der ökumenischen Kinder- und Jugendtrauer durfte sich über 783,75€ freuen. Der Verein begleitet Kinder und Jugendliche im Umgang mit ihrer Trauer. Hardy Sauer von der Karlshöhe Ludwigsburg wird mit der Spende in Höhe von 888,18 € die Traumagruppe unterstützen, die Flüchtlingen hilft, ihre oft dramatischen Fluchterlebnisse zu verarbeiten. Für die Organisation „Save the children“, die leider keinen Vertreter nach Bietigheim schicken konnte, nahm Sophie Gburek von der SMV der Ellentalgymnasien den symbolischen Check über 2142,07 € entgegen. Den größten Betrag (2821,27€) durfte der Knochenmarkspender Jan Kohlmetz im Namen der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) entgegennehmen. Seinen Dank für diese großzügige Spende und für die nun schon seit Jahren an der Schule durchgeführten Typisierungsaktionen drückte er mit der Überreichung einer Ehrenurkunde für den außergewöhnlichen Einsatz der Ellentalgymnasien aus.

Außergewöhnliches soziales Engagement zeigten auch vier Schüler und Schülerinnen der Ellentalgymnasien: Nishara Gardiner, Sophie Gburek, Paul List und Tim Strutzenberger wurden von Jutta Renshaw und Cora Wolpert, den Vorsitzenden des Fördervereins der Ellentalgymnasien, für ihre Mitarbeit im abgelaufenen Schuljahr u.a. in der SMV, in der Media-AG oder im Bücherteam mit einer Urkunde und einem Geldpreis ausgezeichnet.

Nach einem Gruppenbild mit der gesamten Schulgemeinschaft sowie den Gästen fanden sich die Schülerinnen und Schüler in ihre Klassen ein, wo sie sich in Workshops noch einmal mit dem Thema Gerechtigkeit auseinandersetzten. Der Tag fand seinen Abschluss mit dem schon traditionellen Schulfest im Pausenhof der Gymnasien.

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