Am 3. November besuchte die Jahrgangsstufe 2 der Gymnasien im Ellental aus Bietigheim-Bissingen die KZ-Gedenkstätte Dachau. Ziel war es, sich vor Ort mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und Geschichte hautnah zu erleben.
Nach der gemeinsamen Anreise erhielten die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung fachkundiger Guides einen tiefen Einblick in die historischen Dimensionen des Konzentrationslagers. Schon der berühmte Eingang mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ vermittelte eine eindrückliche und bedrückende Atmosphäre. Während des Rundgangs wurden zentrale Orte wie der Appellplatz, das SS-Haupthaus, das Wirtschaftsgebäude sowie die originalgetreu nachgebauten Häftlingsbaracken besucht. Die Rekonstruktion der Schlafsäle verdeutlichte, unter welch beengten und unmenschlichen Bedingungen die Gefangenen leben mussten.
Ein bewegender Moment war die Besichtigung des Krematoriums, der Gaskammer und des angeschlossenen Friedhofs. Die Berichte über die täglichen Schikanen, Zwangsarbeit und das Leiden der Häftlinge verdeutlichten den Jugendlichen die grausamen Lebensumstände und hinterließen Spuren des Nachdenkens.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau veranschaulichte nicht nur das theoretische Wissen aus dem Geschichtsunterricht. Vielmehr zeigte er die Folgen, wenn Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Humanität von einem verbrecherischen Regime missachtet werden und die Bevölkerung dies duldet oder gar stützt.
Die Schulgemeinschaft dankt dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung der Fahrt sowie allen Beteiligten, die an der Organisation und Durchführung mitgewirkt haben.